Hart an der Illegalität

In der zweiten Augustwoche wurde bekannt, dass Campact in Sachsen-Anhalt SPD und Grüne mit Aktionen im Wert von 620.000 Euro unterstützt. Was mit dem Rest der mehr als drei Mio. Euro aus Campacts No-AfD-Fonds geschieht, ist jedoch weiterhin genauso unklar wie die Herkunft der Mittel. Recherchen der ITD zeigen jetzt: Einer der Empfänger ist das 86 NGOs umfassende Landesnetzwerk Migrant*innenorganisationen Sachsen-Anhalt (LAMSA). Der Verein lässt sich von Campact für den Wahlkampf einspannen und führt gegen Bezahlung „demokratische Tür-zu-Tür-Gespräche“ durch. Da LAMSA gemeinnützig ist und fast vollständig staatlich finanziert wird, ist die Unterstützung wahrscheinlich rechtswidrig.

Noch mehr NGO-Millionen – dank CDU und FDP

Bei fast jeder politisch tätigen NGO in Deutschland taucht ein und derselbe Geldgeber auf: die Deutsche Postcode-Lotterie. Kaum jemand kennt sie, aber diese staatlich genehmigte Soziallotterie, die es auch in anderen Ländern gibt, gehört weltweit zu den größten privaten NGO-Investoren. Seit 1989 hat sie Tausende von Organisationen und Projekten weltweit mit mehr als 15 Milliarden Euro unterstützt. Viele NGOs verdanken der Lotterie, hinter der ein niederländischer Multimillionär steckt, deutlich mehr als zehn Prozent ihrer finanziellen Mittel. Über die Vergabe der Gelder entscheiden unter anderem zwei prominente Politiker von CDU und FDP.

Wer kauft die Wahlen im Osten?

Mit mehr als drei Millionen Euro aus anonymen Quellen greift die Aktivistenorganisation Campact in die Wahlkämpfe von Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern ein. Niemand weiß, von wem das Geld stammt. Niemand weiß, was damit gemacht wird. Ein Vorgehen, das politischen Parteien strengstens untersagt wäre – und ein weiterer Beleg, wie intransparent sich politisch tätige NGOs in Deutschland finanzieren können. Die ITD fordert daher schon lange: Für Organisationen, die systematisch Einfluss auf politische Wahlen und -Entscheidungen nehmen, müssen endlich die gleichen Transparenzvorschriften gelten, wie für politische Parteien.

Mit Anthroposophie gegen die parlamentarische Demokratie

Ein Zusammenschluss zahlreicher NGOs will verhindern, dass die Hamburger Bürgerschaft das Volksabstimmungsgesetz reformiert, mehr Transparenz schafft und den Einfluss ausländischer Investoren begrenzt. Diesen Bedarf sieht die Politik fraktionsübergreifend nach den schlechten Erfahrungen mit den beiden Volksbegehren im vergangenen Jahr. Dagegen machen jetzt bestens vernetzte Aktivisten mobil, die ihre eigenen Vorstellungen von Demokratie mithilfe von zwei neuen Volksbegehren durchsetzen wollen. Hinter der vermeintlichen Graswurzelbewegung steckt eine finanziell gut ausgestattete und teilweise öffentlich finanzierte Zivilgesellschafts-Industrie. Sie möchte Parlamente entmachten und gut organisierten Minderheiten entscheidenden Einfluss auf die Gesetzgebung verschaffen. Die Spuren reichen bis zur EU-Kommission und Organisationen, die der Anthroposophie nahestehen.

Transparente Demokratie

Transparenz ist ein zentrales Prinzip der liberalen Demokratie, denn nur durch Nachvollziehbarkeit, Offenheit und den freien Zugang zu Informationen, Entscheidungen und Prozessen kann eine informierte öffentliche Debatte entstehen. Weiterlesen...

Juli 24, 2026
News

„Energischer Widerstand auf allen Ebenen!“

Er ist einer der prominentesten NGO-Vertreter in Deutschland – und zugleich auch einer ihrer lautstarken Kritiker. In einem Streitgespräch diskutiert ITD-Vorstand Hasso Mansfeld mit Dr. Thilo Bode, Gründer der Verbraucherschutzorganisation Foodwatch, über die Rolle von NGOs in der Gesellschaft, ihre Finanzierung, ihre Forderungen und über die geplante Reform des Informationsfreiheitsgesetzes. In seinem 2025 erschienen Buch Resist! Aufruf zum Widerstand spricht sich Bode gegen die staatliche Finanzierung von NGOs aus.

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Juli 4, 2026
News

Denn sie wissen (nicht?), was sie tun

Was für eine Woche! Tag für Tag erreichten die Öffentlichkeit Nachrichten, die auf eindrucksvolle Weise belegen, dass die staatliche Finanzierung politisch agierender Vereinigungen völlig aus dem Ruder gelaufen ist.

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Juni 30, 2026
News

Halbgar: Reform des Verbandsklagerechts

Seit die Politik 2006 das Verbandsklagerecht bundesweit eingeführt hat, nutzten es NGOs systematisch, um zahlreiche wichtige Infrastrukturprojekte durch Einsprüche und Klagen jahrelang zu verzögern. Damit soll nun Schluss sein. Der Bundestag hat mit der Koalitionsmehrheit soeben eine Reform beschlossen, die die Realisierung wichtiger Maßnahmen für Verkehr, Energieversorgung, Klimaschutz und Ernährungssicherheit erleichtern soll. Doch das Gesetz hat zahlreiche Lücken, die die gute Absicht konterkarieren.

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Juni 3, 2026
News

Bestens vernetzt

Nach der Anhörung im Verfassungs- und Bezirksausschuss der Hamburger Bürgerschaft ist die Debatte um die Volksentscheide in der Hansestadt um eine interessante oder besser gesagt skandalöse Wendung reicher: Weil die Bürgerentscheide anders als behauptet keine Graswurzelbewegungen waren, sondern von nur wenigen Großinvestoren getrieben wurden, denkt die Hamburger Politik über schärfere Gesetze und mehr Transparenz nach. Das Umfeld von Klimakampagnen-Großinvestor Campact macht dagegen jetzt mobil – und will vor allem eines: (noch) mehr Geld.

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Mai 11, 2026
News

100.000 Euro Steuergeld für eine Bazillen-Demokratie

Der Bundesregierung fehlt das Geld an allen Ecken und Enden: Marode Schulen und Brücken, zu wenig Kita-Plätze, Renten- und Gesundheitssystem nicht mehr finanzierbar. Aber zur Unterstützung obskurer NGOs ist noch immer genügend Geld da. Neuestes Beispiel: Ein gemeinnütziger Verein, der dafür kämpft, dass auch Spinnen, Schaben, Viren, Grünalgen und sogar Wolken demokratische Rechte bekommen, erhält mehr als 100.000 Euro Steuergeld.

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April 21, 2026
News

Staatlich gelenkte Meinungsbildung?

In einer Demokratie geht alle Staatsgewalt vom Volke aus. Das berechtigt Bürger nicht nur zu freien Wahlen. Es bedeutet auch, dass politische Willensbildung grundsätzlich von unten nach oben funktioniert und nicht vom Staat vorgeprägt oder in bestimmte Richtungen gelenkt werden darf. Eine Regierung, die politisch tätige NGOs mit Milliarden Steuergeld finanziert, widerspricht diesem Grundsatz jedoch vehement. Wie wenig Sensibilität es dafür in den deutschen Medien gibt, zeigt ein aktueller Spiegel-Artikel.

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