Welche Ziele verfolgt die Initiative Transparente Demokratie?
Die ITD ist ein unabhängiger, überparteilicher und vom Finanzamt Hamburg als gemeinnützig anerkannter Verein. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, faktenbasierte Analysen über Finanzierung und Netzwerke in- und ausländischer Lobbygruppen zu recherchieren und zu veröffentlichen – insbesondere zu solchen, die Bund und Länder mit Steuergeld fördern. Gleichzeitig setzen wir uns für strengere Transparenzvorschriften ein, damit nachvollziehbar wird, wer welche Interessen mit welchen Summen finanziert.
Wer steht hinter dem Verein?
Die Initiative zur Gründung der ITD im Mai 2025 ging von einigen Dutzend Personen aus, die sich schon lange über das Selbstverständnis und Gebaren vieler NGOs in Deutschland wundern, häufig auch ärgern. Abgesehen von der Tatsache, dass viele dieser Organisationen wie selbstverständlich für sich in Anspruch nehmen, für die gesamte deutsche „Zivilgesellschaft“ zu sprechen, ist einer der wesentlichen Gründe, dass zahlreiche Lobbygruppen zwar bei jeder sich bietenden Gelegenheit die Bedeutung von Transparenz betonen, selbst aber alles dafür tun, um nicht nachweisen zu müssen, wer ihre Aktivitäten finanziert.
Wie hält es die ITD selbst mit dem Thema Transparenz?
Als Verein, der mehr Transparenz von Interessengruppen fordert, ist es für uns eine Selbstverständlichkeit, selbst mit gutem Beispiel voranzugehen. Die Initiative Transparente Demokratie unterwirft sich deshalb bei ihrer Finanzierung als einzige uns bekannte NGO dem strengen deutschen Parteiengesetz. Geldgeber veröffentlichen wir ab einem Betrag von 10.000 Euro einmal pro Jahr in unserem Jahresbericht, ab einem Betrag von 35.000 Euro umgehend auf unserer Website. Mehr zu diesem Thema lesen Sie hier.
Warum bedarf es mehr Transparenz bei der Finanzierung von NGOs?
Zahlreiche Organisationen sind in den vergangenen Jahren zu mächtigen Lobbygruppen herangewachsen, die mit Millionenbudgets aus privaten und öffentlichen Quellen politische Ziele verfolgen. Im Gegensatz zu politischen Parteien, die exakt belegen müssen, wer ihre Aktivitäten mit wieviel Geld unterstützt, gibt es vergleichbare Regeln für politisch tätige NGOs in Deutschland nicht. Selbst das deutsche Lobbyregister, das nur für einen kleinen Teil von Lobbygruppen gilt, lässt Organisationen einen großen Spielraum, ihre Geldgeber gezielt zu verschleiern.
Kritik & Unterstellungen
Entgegen zahlreicher Versprechen für Transparenz und Offenheit tun zumindest Teile der NGO-Szene alles, um zu vermeiden, dass Licht auf ihre Geldgeber und Netzwerke fällt. Seit den Tagen unserer Gründung versucht eine Vielzahl von Akteuren daher systematisch, die Initiative Transparente Demokratie mit Unterstellungen und Verdrehungen zu diskreditieren. An dieser Stelle gehen wir auf die am weitesten verbreiteten Gerüchte ein:
Welche Verbindungen gibt es zwischen der ITD und Großunternehmen bzw. wirtschaftsnahen Verbänden?
Um Zweifel an der Unabhängigkeit unseres Vereins zu säen, erwecken interessierte Kreise immer wieder den Eindruck, die ITD sei eng verbunden mit der Chemieindustrie, einzelnen Großunternehmen oder wirtschaftsnahen Verbänden. Nichts davon stimmt. Keine Organisation oder juristische Person nimmt Einfluss auf die Arbeit der ITD.
Warum veröffentlicht die ITD nicht, wie sie sich selbst finanziert?
Dies ist eine der vielen Falschbehauptungen, die verbreitet wird, um der Glaubwürdigkeit der ITD zu schaden. Selbstverständlich veröffentlichen wir unsere Geldgeber – sogar wesentlich umfassender als fast alle anderen NGOs in Deutschland. Siehe oben und hier.
Warum kritisiert und delegitimiert die ITD die Klimabewegung und bezeichnet Klimaschützer als autoritär oder terroristisch?
Diese Unterstellung stammt von der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Hamburg. Sie ist falsch und frei erfunden. Seit ihrem Bestehen hat sich die ITD noch nie zu Fragen des Klimawandels geäußert oder gar Klimaschützer diskreditiert.
Transparency International unterstellt der Initiative Transparente Demokratie eine „an Verschwörungsmythen angelehnte Argumentationsstruktur“. Mit welcher Begründung?
Transparency hat diesen und verschiedene andere Vorwürfe nie belegt oder gar persönlich mit uns diskutiert. Hintergrund dürfte sein, dass die Organisation einer der Trägervereine der Initiative Transparente Zivilgesellschaft (ITZ) ist. Diese Initiative gibt sich in der Öffentlichkeit und vor allem in der NGO-Szene seit Langem als vermeintlicher Kämpfer und Vorreiter für Transparenz in der Zivilgesellschaft aus. Wer jedoch genau hinschaut stellt fest: Genau wie das deutsche Lobbyregister lassen auch die Regeln der ITZ Interessengruppen einen großen Spielraum, zu verschweigen, welche Geldgeber in welchem Umfang ihre Aktivitäten finanzieren. Diesen Unterschied zwischen Anspruch und Wirklichkeit kritisieren wir scharf. Hier lesen Sie unsere Antwort zu den Unterstellungen der ITZ.